Demografische Fakten
Was ist der demografische Wandel? Wie hoch ist die Lebenserwartung in Deutschland? Welche Kreise sind besonders stark von Abwanderungen betroffen? Diese und weitere Fragen beantwortet das BiB in diesem Bereich anhand anschaulicher Grafiken mit kurzen erklärenden Begleittexten.
Interaktive Grafiken eignen sich besonders gut, um demografische Daten im Zeitverlauf anschaulich darzustellen. Das Webtool „The Global Flow of People 2.0“ visualisiert Migrationsbewegungen der letzten 30 Jahre und macht damit Muster und Trends leichter verständlich – sowohl zur globalen Migration, als auch zur Binnenwanderung in Deutschland.
In unserem Glossar erläutern wir wichtige demografische Methoden und Begriffe in kurzer und allgemein verständlicher Form.
Faktensuche
Suchergebnisse
Resultate 51 bis 60 von insgesamt 225 für Suchbegriff " "
Während 1991 noch die 25- bis 29-jährigen Frauen die höchsten Geburtenzahlen aufwiesen, sind das heute die 30- bis 34-jährigen. Und während in den beiden jüngeren Altersgruppen das Geburtenniveau seit 1991 absank, stieg es in den Gruppen der 30-jährigen und älteren Frauen.
Der Geburteneinbruch im Zusammenhang mit der deutschen Wiedervereinigung führte in den beiden jungen Altersgruppen zu einem tiefen Absinken des Geburtenniveaus, besonders stark ausgeprägt bei den 20- bis 25-jährigen Frauen in Ostdeutschland. Mittlerweile haben sich die Geburtenniveaus in Ostdeutschland den westdeutschen weitgehend angeglichen.
Das höchste Geburtenniveau weisen die Frauen von 30 bis 34 Jahren auf - und zwar in West- und Ostdeutschland.
Wenn man die Entwicklung seit 1990 betrachtet, wird die Verschiebung der Geburten in ein höheres Alter der Mütter sichtbar. Das Geburtenniveau ostdeutscher ab 30-jähriger Frauen nähert sich dem westdeutschen Niveau der gleichaltrigen Frauen an.
Die Geburt von Kindern verschiebt sich in ein immer höheres Lebensalter. Diese Entwicklung vollzieht sich im Früheren Bundesgebiet bereits seit den 1970er Jahren. In der DDR setzte sie erst in den 1980er Jahren ein. Noch immer sind die ostdeutschen Mütter bei der Geburt ihrer Kinder knapp ein Jahr jünger.
Die Geburt des ersten Kindes in der Ehe verschiebt sich seit den 1970er Jahren in ein immer höheres Lebensalter. Mütter in der ehemaligen DDR beziehungsweise in Ostdeutschland waren bis etwa zum Jahr 2000 bei der ersten ehelichen Geburt deutlich jünger als die westdeutschen Mütter. Seit der Jahrhundertwende hat sich dieser Unterschied zwischen West und Ost aufgelöst.
In den westdeutschen Flächenländern steigt der Anteil kinderloser Frauen kontinuierlich von Altersgruppe zu Altersgruppe an. Bei den Frauen in den ostdeutschen Flächenländern liegt der Anteil Kinderloser in allen Altersgruppen deutlich unterhalb des westdeutschen Niveaus. Seit den 1960er Geburtsjahrgängen ist auch in Ostdeutschland ein Anstieg des Anteils kinderloser Frauen festzustellen.
Über die Hälfte der Frauen aller betrachteten Altersgruppen haben ein oder zwei Kinder zur Welt gebracht. Der steigende Anteil kinderloser Frauen geht einher mit einem sinkenden Anteil von Frauen die drei, vor allem aber vier oder mehr Kinder bekommen haben.
37 bis 40 Prozent der Frauen aller betrachteten Altersgruppen haben in den westdeutschen Flächenländern zwei Kinder zur Welt gebracht. Der steigende Anteil kinderloser Frauen geht einher mit einem sinkenden Anteil von Frauen die drei oder mehr Kinder bekommen haben.
Unabhängig vom Ausbildungsstand sind Frauen mit zwei Kindern in allen Altersgruppen am häufigsten vertreten. Am zweithäufigsten haben Frauen ohne berufliche Ausbildung drei und mehr Kinder, während Frauen mit Lehr- und Anlernausbildung dann häufiger nur ein Kind zur Welt gebracht haben. Bei den Akademikerinnen sind bereits zu mehr als einem Viertel kinderlos, dies sind mehr als die Frauen mit einem Kind.