Demografische Fakten
Was ist der demografische Wandel? Wie hoch ist die Lebenserwartung in Deutschland? Welche Kreise sind besonders stark von Abwanderungen betroffen? Diese und weitere Fragen beantwortet das BiB in diesem Bereich anhand anschaulicher Grafiken mit kurzen erklärenden Begleittexten.
Interaktive Grafiken eignen sich besonders gut, um demografische Daten im Zeitverlauf anschaulich darzustellen. Das Webtool „The Global Flow of People 2.0“ visualisiert Migrationsbewegungen der letzten 30 Jahre und macht damit Muster und Trends leichter verständlich – sowohl zur globalen Migration, als auch zur Binnenwanderung in Deutschland.
In unserem Glossar erläutern wir wichtige demografische Methoden und Begriffe in kurzer und allgemein verständlicher Form.
Faktensuche
Suchergebnisse
Resultate 1 bis 10 von insgesamt 99 für Suchbegriff " "
Auch heute noch sind rund die Hälfte der Personen ab 20 Jahre verheiratet. Deutlich angewachsen sind hingegen sowohl die Gruppe der Ledigen als auch die Zahl der Geschiedenen, was mit der gewachsenen Akzeptanz nichtehelicher Lebensformen und den verringerten Barrieren für Scheidungen in Verbindung gebracht werden kann. Die Anzahl verwitweter Personen hat sich verringert.
Bei der Betrachtung über die Zeit hinweg ein deutlicher Anstieg des Anteils lediger Männer und Frauen in allen Altersgruppen festzustellen, dabei haben sich die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der jüngsten Altersgruppe durch den erheblichen Anstieg lediger Frauen im Zusammenhang mit der Erhöhung des Heiratsalters und des Anstiegs nichtehelicher Lebensformen deutlich verringert.
Bei der Betrachtung über die Zeit hinweg ein deutlicher Anstieg des Anteils lediger Männer und Frauen in allen Altersgruppen festzustellen, dabei haben sich die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der jüngsten Altersgruppe durch den erheblichen Anstieg lediger Frauen im Zusammenhang mit der Erhöhung des Heiratsalters und des Anstiegs nichtehelicher Lebensformen deutlich verringert.
Bis zum Jahr 2010 ist ein deutlicher Anstieg des Anteils lediger Männer und Frauen in allen Altersgruppen festzustellen. Seit 2010 hat sich der Ledigenanteil deutlich langsamer erhöht beziehungsweise in der jüngsten Altersgruppe ist eine weitgehende Stagnation zu beobachten.
Der überwiegende Teil erwachsener Personen lebt in einer Ehe, wobei der Anteil Verheirateter bei den Frauen in jüngeren Jahren höher ausfällt als bei den Männern. In Bezug auf den Anteil verwitweter Personen zeigen sich deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede – Frauen sind zeitiger und häufiger verwitwet als Männer.
1991 gab es in Deutschland 19,5 Millionen Ehepaare, bei rund 92 Prozent von ihnen hatten beide Ehepartner die deutsche Staatsbürgerschaft. Die Zahl dieser Ehen verringerte sich mittlerweile um rund 4 Millionen, während sich die Zahl der Ehen mit mindestens einem ausländischen Ehepartner deutlich erhöhte. Damit sank der Anteil der deutsch-deutschen Ehen an den Ehen insgesamt sichtbar ab.
In knapp neun von zehn Lebensgemeinschaften (LG) haben beide Partner die deutsche Staatsangehörigkeit. Jedoch sind Lebensgemeinschaften unter der deutschen Bevölkerung immer noch weiter verbreitet als unter Ausländern in Deutschland.
Ab 2013 war ein leichter Anstieg des Geburtenniveaus bei den deutschen und ein stärkerer Anstieg bei den ausländischen Frauen zu verzeichnen. Seit 2016 ist die zusammengefasste Geburtenziffer der ausländischen Frauen jedoch wieder stark rückläufig.
Während in den 1870er Jahren pro Jahr noch etwa 40 Kinder je 1.000 Einwohner geboren wurden, liegt dieser Wert seit den 1990er Jahren bei unter 10. Heutzutage reduziert der hohe Anteil älterer Menschen, die keine Kinder mehr bekommen, die rohe Geburtenziffer.
Der Nichtehelichenanteil hat sich seit Mitte der 1960er Jahre nahezu kontinuierlich erhöht. Die rechtliche Gleichstellung nichtehelich und ehelich geborener Kinder und der Wegfall der gesellschaftlichen Stigmatisierung von Nichtehelichkeit haben in den letzten Jahrzehnten diesen Anteil erheblich anwachsen lassen. Dazu beigetragen hat auch der hohe Anteil nichtehelich geborener Kinder in Ostdeutschland. Seit 2016 zeigt sich bei der Nichtehelichenquote ein rückläufiger Trend.