Lebensformen von Personen in der Altersgruppe 25-29 Jahre in Deutschland (1996-2023)
In der Altersgruppe zwischen 25 und 29 Jahren sind es vor allem die Lebensformen „Alleinstehend“ und „Lebensgemeinschaften ohne Kinder im Haushalt“, die seit 1996 deutlich an Bedeutung gewonnen haben. War 1996 noch etwa jede/r Vierte in dieser Altersgruppe alleinstehend (was nicht unbedingt alleinlebend bedeutet), so liegt dieser Anteil heute bei rund 38 Prozent, bei den Männern dieser Altersgruppe sogar schon deutlich höher.
Insgesamt lebt gegenwärtig deutlich mehr als jede/r Zweite 25- bis 29-Jährige in einer dieser beiden Lebensformen. Den stärksten Rückgang hingegen gab es bei den Ehepaaren mit Kindern im Haushalt: Wohnte 1996 noch rund ein Viertel dieser Altersgruppe als Eltern mit (eigenen) Kindern im Haushalt, so ist dieser Anteil heute nicht einmal mehr halb so groß.
Anmerkung: Alleinstehend bedeutet nicht, dass die Personen tatsächlich allein leben. Zum einen wohnen 2023 rund 17 Prozent der Alleinstehenden gemeinsam mit anderen Personen, zu denen jedoch keine Partnerschaft besteht – zum Beispiel erwachsene Kinder, in einem Mehrpersonenhaushalt. Zum anderen sind auch die in Einpersonenhaushalten lebenden Alleinwohnenden nicht unbedingt partnerlos, sondern leben häufig in einer sogenannten bilokalen Paarbeziehung, das heißt, in einer Paarbeziehung mit getrennten Haushalten, die sich allerdings im Mikrozensus nicht abbilden lässt. Der Anteil dieser Lebensform schwankt mit dem Alter und ist in den jüngeren Altersgruppen besonders hoch, dort allerdings häufig auch nur temporär. Nach Berechnungen des BiB mit den Daten des deutschen Generations and Gender Survey liegt ihr Anteil insgesamt in einer ähnlichen Größenordnung wie der der Lebensgemeinschaften.